Gymnasium Bremervörde

„Lerne mit dem Herzen zu denken!“

Zusätzlich zu der Aufführung am vergangenen Dienstagabend (13.10.15) in der Gedenkstätte Sandbostel fand im Gymnasium Bremervörde am Vormittag im Rahmen der außerunterrichtlichen Veranstaltungen der Fachschaft Geschichte unter der Leitung von Fachobfrau Gabriele Kranenberg eine Sondervorstellung der Theaterinitiative Bühnensturm in Hannover für den 11. Jahrgang statt.

geyken kunze

„Das Geheimnis der Erinnerung heißt Versöhnung“ - mit diesem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker wies Schulleiter Tammo Löffler, der die beiden Schauspielerinnen Frau Dr. Geyken (links) und Frau Johanna Kunze am Gymnasium begrüßte, auf die Wichtigkeit von Erinnerungskultur besonders auch für junge Menschen hin. Gerade im Zusammenhang mit den aktuellen Geschehnissen bezüglich Fremdenfeindlichkeit sei es unerlässlich, Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Meinungsfreiheit vor Augen zu führen.

 

Die szenische Lesung mit dem Titel „Lerne mit dem Herzen zu denken! Zwei kurze Leben im Widerstand“ beschäftigt sich mit dem Leben von Sophie Scholl und Cato Brontjes van Beek, und mit dem sehr unterschiedlichen Umgang mit der Erinnerung an sie im Nachkriegsdeutschland. Beide Frauen wurden im Alter von 23 Jahren von den Nationalsozialisten zum Tode verurteilt und hingerichtet.

In einem Wechsel von Lesungen und gespielten Szenen stellten die Schauspielerinnen die Biographien der beiden Frauen nebeneinander und verdeutlichten insbesondere die Bemühungen der Mutter Cato Brontjes van Beeks während der Jahre 1948-1958, den Ruf ihrer Tochter wiederherzustellen.

Beide Frauen waren nicht von Beginn der nationalsozialistischen Zeit an im Widerstand engagiert, sondern „haben sich in den Widerstand hinein entwickelt“.

Sophie Scholl war zunächst begeistert der Hitlerjugend beigetreten und leitete eine Jugendgruppe des BDM. Die anfängliche Euphorie schwand im Laufe der Zeit zunehmend durch die Erkenntnis über die nationalsozialistische Indoktrination und Einschränkung der Meinungsfreiheit. Mit der Aufnahme ihres Studiums der Biologie und Philosophie an der Universität München schloss sie sich der Gruppe um ihren Bruder Hans Scholl an, verteilte illegal Flugblätter und wurde schließlich 1943 verhaftet und nach einem Prozess vom Volksgerichtshof wegen Hochverrat zum Tode verurteilt und zusammen mit ihrem Bruder und seinen Freunden hingerichtet.

Die Erinnerung an sie und die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ wurde auf Grund der Initiative ihrer Schwester Inge seit der Nachkriegszeit lebendig gehalten. Während über 50 Schulen und zahlreiche Straßen im ganzen Land nach den Geschwister Scholl benannt und Sophie 2006 sogar mit einer Büste in der Walhalla geehrt wurde, blieb Cato Brontjes van Beek vergleichsweise unbekannt. In Fischerhude bei Bremen aufgewachsen und in Amsterdam zur Schule gegangen, lebte sie seit 1940 in Berlin und schloss sich im Winter 1941/42 einer Widerstandsgruppe an, die die Nationalsozialisten „Die rote Kapelle“ nannten, da diese angeblich eine aus Moskau geleitete Spionagegruppe sei. Sie druckte und verteilte illegale Schriften und Flugblätter, die zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten aufriefen.

1942 wurde sie verhaftet, vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und 1943 nach einem abgelehnten Gnadengesuch hingerichtet.

Der Kampf der Mutter über Jahre mit den Behörden um ihre Rehabilitation stellten die Schauspielerinnen im einzelnen Szenen dar, es wurden Zweifel an Catos Täterschaft aus Überzeugung geäußert, ihr wurde abgesprochen, ein eigenständiges politisch denkendes Wesen gewesen zu sein. 1956 wurde auch der Antrag auf Haftentschädigung abgelehnt, da sie als Agentin wegen Spionage verurteilt worden sei. Zuständig für diese Ablehnung war gerade derjenige Richter, der sie 1942 zum Tode verurteilt hatte. 1958 schließlich wurde Cato Brontjes van Beek rehabilitiert. Einen besonderen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ der Abschiedsbrief Catos an ihre Mutter, den Johanna Kunze vorlas.

Im Gegensatz zu Sophie Scholl wurde nach Cato Brontjes von Beek lediglich eine einzige Schule benannt.

Die Fragen, was eigentlich Widerstand ist und wann er beginnt, wird die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bremervörde ebenso im weiteren Verlauf des Schuljahres noch beschäftigen wie die Gründe für den unterschiedlichen ideologisch begründeten Umgang mit der Erinnerung an zwei junge Frauen, die ihr Leben opferten für ihre Überzeugung und ihren Einsatz gegen ein menschenverachtendes Unrechtssystem.

img1511454773206

Hoppla, jetzt bin ich da

Stempel AykaHallo, ich bin Ayka, eine Hollandse-Herder-Mix-Hündin. Hollandse Herder nennt man die holländischen Schäferhunde. Mein Papa war allerdings ein reinrassiger Malinois, das sind die belgischen Schäferhunde. Ich sehe aber vom Fell eher aus wie ein Holländer. Allerdings bringe ich auch von beiden Seiten meinen immer noch sehr hohen Arbeitseifer, meine Energie und Lernbereitschaft mit.

Ich bin 2008 im April geboren und wohne seit Sommer 2008 bei meinem Frauchen. Ihr kennt sie gut, sie ist hier am Gymnasium Lehrerin, seit einigen Jahren etwas mehr – ich glaube, Koordinatorin nennt sich das. Sie koordiniert auch meinen Einsatz in der hundegestützten Pädagogik. Gemeinsam mit meinem Frauchen, Frau Schlichting, darf ich nach dem Beschluss der Gesamtkonferenz im September diese Auf...

 

 

Arbeitsgemeinschaften

13.12.2017, 13:25 Uhr
Theater-AG
13.12.2017, 13:25 Uhr
Bläser-AG
14.12.2017, 13:25 Uhr
Plattdeutsch-AG
14.12.2017, 13:25 Uhr
Latein-AG
14.12.2017, 13:25 Uhr
Gitarren-AG
18.12.2017, 13:25 Uhr
Schulsanitätsdienst
19.12.2017, 13:25 Uhr
Leichtathletik-AG

Gäste

Heute 52

Insgesamt 48194