Gymnasium Bremervörde

Juden in Bremervörde

Der Prospekt, entstanden als Facharbeit im evangelischen Religionsunterricht, informiert Sie über die Situation der Juden in Bremervörde vor undwährend der Zeit des Nationalsozialismus. Die Juden, die sich hier unter anderem als Schlachter oder Händler niedergelassen hatten, waren keineswegs Außenseiter, sondern meist angesehene Leute und auch in Vereinen und Verbänden der Stadt aktiv. Einige von ihnen hatten im Ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft. Die meisten jüdischen Familien passten sich der christlichen Gesellschaft an und übten ihren Glauben nur an den wichtigsten Festtagen aus.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Antisemitismus auch in Bremervörde verstärkt spürbar. Jüdische Kinder wurden vom Unterricht ausgeschlossen, jüdische Geschäfte boykottiert. Als die meisten jüdischen Geschäfte zwangsversteigert wurden, begannen die Juden Bremervörde zu verlassen. Sie suchten Schutz in der Anonymität der Großstädte oder versuchten ins Ausland zu gelangen. Jene, die in Deutschland blieben, wurden deportiert, meist blieb der Ort der Deportation unbekannt.
Heute leben keine Juden mehr in Bremervörde. Lediglich der jüdische Friedhof „An der Höhne“ erinnert noch an sie.

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