Gymnasium Bremervörde

Luther macht Schule

Aus den Bericht der Bremervörder Zeitung vom 28.10.2017.

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Martin und KatharinaBREMERVÖRDE. Wie nähert man sich einer historischen Persönlichkeit wie Martin Luther? Auf diese Frage hat das Gymnasium Bremervörde am Dienstag viele Antworten gefunden. Bei einem unter anderem von Religionslehrerin Petra Fischer mit viel Liebe zum Detail organisierten Luther-Projekttag lud das Gymnasium seine Schüler im Reformationsjahr mit allen Sinnen zu einer ebenso kreativen wie erlebnisreichen Zeitreise ins 16. Jahrhundert ein.

PreisverleihungMichael Schwieger, ehemaliger Lehrer am Gymnasium, schlüpfte in historischer Montur überzeugend in die Luther-Rolle. Doch auch andere historische Persönlichkeiten wie Luthers Gattin Katharina von Bora (Katharina Flindt), ihr Sohn Martin (Flemming) und nicht zuletzt der berüchtigte Ablassprediger Johann Tetzel (dargestellt von Geschichtslehrer Rolf Hüchting) zogen die Projektteilnehmer visuell in eine andere Zeit. Luthers Bibelübersetzung wurde ebenso thematisiert wie seine „Rechtfertigungslehre“ und nicht zuletzt sein spannendes Privatleben. Die große Bedeutung der Erfindung des Buchdrucks zur Luther-Zeit lernten die Schüler anschaulich kennen, indem sie ihre eigenen „Ablassbriefe“ und „Luthertaler“ für den Mittelaltermarkt drucken konnten. In verschiedensten Darstellungsformen näherten sich die Schüler ihrem Thema. In zahlreichen Arbeitsgruppen wurde die Luther-Zeit in all ihren Facetten lebendig: Die Schüler Jan-Bennet, Mick und Paul zum Beispiel fragten sich in der Plakat-Gruppe, wie heute „95 Thesen“ aussehen könnten: Mit Thesen wie „Wenige Lobbyisten haben mehr zu sagen als alle Wähler“, „Großkonzerne
zahlen ihre Steuern nicht hier, sondern in Steueroasen“ oder „Auch im Internet muss das Gegenüber respektiert“ übersetzten sie die Themen Moral, Toleranz und Gerechtigkeit in die Gegenwart. Mit ihren „95 Thesen für 2017“ gestalteten sie ein preisgekröntes Plakat. Externe Juroren bewerteten die Schülerarbeiten in den Kategorien Text/Literatur, Film, Bild/ Diorama/Powerpoint, Spiel und Plakat. Für die Gewinner gab es gesponserte Preise.