Gymnasium Bremervörde

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Der Frankreichaustausch 2019 in die Bretagne – Ein Reisebericht der Klasse 9A

16.09.2019: Die Hinfahrt

Unser Austausch, der wie jedes Jahr mit den Französischschülern der neunten Klassen stattfand, führte uns, wie vor uns schon zahlreiche andere Schüler des Gymnasiums Bremervörde nach Dinan und Plouër.  Dinan ist eine mittelalterliche Stadt mit ca. 11.000 Einwohnern. Früher war sie auch eine Handelsstadt, doch hat sie heutzutage ihre Bedeutung als solche verloren. Plouër ist eine französische Gemeinde mit ca. 3.500 Einwohnern im Département Côtes-d’Armor. Beide Städte liegen im Nord-Westen Frankreichs in der Bretagne.

Am 16.09.2019 trafen wir uns zur Abfahrt am Gymnasium Bremervörde um 18:30 Uhr. Nachdem wir unsere Koffer in den Bus geladen hatten, sind wir um 19:00 Uhr losgefahren. Im Bus war es sehr warm und wir hatten wenig Schlaf. Während der Fahrt nach Paris hatten wir alle zwei bis drei Stunden eine Pause und zwei Busfahrerwechsel.

Am 17.09. kamen wir mittags endlich in Paris an, wo wir in einer Spritztour zu Fuß den Louvre und das Rathaus besichtigt haben und einen ersten Eindruck von der französischen Metropole bekommen konnten. Anschließend hatten wir noch ein wenig Freizeit. Auf dem Rückweg zum Bus sind wir an der Seine entlang gegangen.

Um ca. 14:30 Uhr sind wir von Paris in Richtung Dinan losgefahren, wo wir um 19:00 Uhr ankamen. Dort wurden wir von unseren Corres und ihren Familien in Empfang genommen. Anschließend ging es mit ihnen nach Hause. Dort angekommen haben wir unsere Koffer ausgepackt, etwas gegessen, danach geduscht und unser kleines Gastgeschenk aus Deutschland überreicht. Im Anschluss ging es nach der langen, ungemütlichen Busfahrt endlich wieder in ein richtiges Bett.

18.09.2019: Der „erste Schultag“

Am Mittwoch, den 18.09.2019 verbrachten wir unseren ersten französischen Schultag. Da wir den Austausch in zwei verschiedenen Städten (Dinan und Plouër) verbracht haben, waren wir logischerweise an zwei verschiedenen Schulen. Die Plouëraisen besuchten das Collège Val de Rance und die Dinanesen das Collège Roger Vercel. Nachdem wir eine Führung durch die jeweilige Schule bekommen hatten, durften wir in Gruppen aufgeteilt am Unterricht in Frankreich teilnehmen. So haben einige von uns zum Beispiel Englisch, Französisch, Mathe oder Biologie à la française erlebt, andere hatten die Gelegenheit in den Kunstunterricht hineinzuschnuppern oder am Chemieunterricht teilzunehmen. Nach diesem „anstrengenden“ Vormittag war dann auch schon Schulschluss und wir haben den restlichen Tag mit der Familie verbracht.

19.09.2019: Unser erster Ausflug: Stadtbesichtigung in Dinan

Am Donnerstag ist jeder mit seinem Corres zur Schule gekommen und die Gruppe aus Plouër ist dann mit Sabine nach Dinan gefahren, da wir eine Stadtführung mit zwei französischen Reiseführerinnen hatten. Wir wurden jeweils in zwei gemischte Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hat das Schloss in Dinan besichtigt und die zweite Gruppe hat eine Tour durch die mittelalterliche Stadt gemacht und etwas über deren Entstehung erfahren. Später nach unseren Rundführungen (Teil 1) haben wir alle gemeinsam im Collège Vercel in der Kantine Mittag gegessen. Hier waren wir erstaunt, wie vielfältig und abwechslungsreich das französische Menü war. Es gab Salat, Käse, ein warmes Gericht, etwas Brot dazu und ein Dessert. Im Anschluss daran hatten wir vor der zweiten Führungsrunde noch etwas Freizeit und damit die Möglichkeit, über den Wochenmarkt in Dinan zu schlendern oder uns ein wenig in den kleinen Gassen umzuschauen.  Am späten Nachmittag ging es für alle wieder zurück an die jeweiligen Schulen, um dort unsere Corres zu treffen. Mit diesen verbrachten wir dann den restlichen Tag in der Familie.

20.09.2019: St. Malo und das Wochenende <<en famille>>

Am Freitag, den 20. September, haben wir einen Ausflug zusammen mit unseren Austauschpartnern unternommen. Wir sind morgens mit dem Bus in die im Nordwesten liegende Hafenstadt Saint-Malo gefahren, um dort eine Rallye durchzuführen. Wir teilten uns in 4er Gruppen auf, bekamen einen Fragebogen über die Stadt und hatten dann ein paar Stunden Zeit, um diesen gemeinsam zu beantworten. Gleichzeitig konnten wir natürlich auch viel Interessantes von der Altstadt Saint-Malos sehen und erfahren. Nach Ende der Rallye sind wir zurück nach Plouër gefahren, um anschließend dort in der Kantine des Collège Val de Rance zu Mittag zu essen. Nach dem Mittagessen sind wir mit dem Bus zu einem Wald in der Nähe von Plouër gefahren. Dort war ein Orientierungslauf für uns geplant. Wir bildeten also erneut 4er Gruppen und hatten nun die Aufgabe verschiedene Stationen aufzufinden, bei denen jeweils immer ein Zettel hing. Auf diesen Zetteln war entweder auf Deutsch oder auf Französisch ein Wort erklärt, welches wir herausfinden sollten. Wenn das geschafft war, mussten wir zu unserem Ausgangspunkt zurück, um dort den Lehrern das gesuchte Wort der jeweiligen Station zu nennen. Wir Deutschen mussten das Wort auf Französisch sagen und die Franzosen auf Deutsch. Wenn das Wort und die Aussprache richtig waren, gab es zwei Punkte. Insgesamt gab es 15 Stationen, die man finden musste. Zum Abschluss des erlebnisreichen Tages aßen wir dann noch Kuchen und bekamen etwas zu trinken.

Die meisten Schüler hatten im Vorfeld erwähnt, dass sie etwas Angst vor dem Wochenende hätten, da für Samstag und Sonntag kein Programm für die Gruppe vorgesehen war und somit alle Schüler die Tage mit ihren jeweiligen Gastfamilien verbringen sollten. Doch diese hatten meist schon kleine Ausflüge mit uns geplant, sind einkaufen mit uns gefahren oder haben Spiele mit uns gespielt. Viele Schüler trafen sich trotzdem, da sie sich zum Lasertag oder Bowlingspielen verabredet hatten und so ihre Zeit vertreiben konnten. Insgesamt ist das Wochenende wie im Fluge vergangen und jeder hat viel erlebt und neue Eindrücke gesammelt und wir konnten uns beim gemeinsamen Wiedersehen am Montag viele unterschiedliche Dinge erzählen.

 

23.09.2019: Rennes

Rennes: Es war der Renner. Wie üblich mussten wir Dinanesen uns am 23.09. um 7:30 Uhr im Halbdunkeln auf den Schulhof quälen. Anschließend standen wir in etwa eine halbe Stunde wie begossene Pudel herum, bis endlich Herr Schäfer auftauchte. Wir gingen im Gänsemarsch zum Bus, wo unsere Busfahrerin Sabine auf uns wartete und wir, sofern kein feindlicher Lastwagen auftauchte und uns den Weg versperrte, auch fast rechtzeitig loskamen. Wir sammelten noch die Plouëresen ein und ab ging die Post nach Rennes. Dort angekommen wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Zusammen mit unserer Stadtführerin betrachteten wir interessante Dinge wie: ein rotes Fachwerkhaus. Das Außergewöhnliche daran: Es hatte Fensterscheiben. Die Führung war so atemberaubend, dass Frau Kasper und die französische Kollegin Madame Barbedette gleich nach der ersten Sehenswürdigkeit auf mysteriöse Weise verschwanden. Schließlich tauchten sie kurze Zeit später wieder auf dem Rathausplatz auf und die Führungen konnten fortgesetzt werden. Wir aßen anschließend vor dem Parlament unsere mitgebrachten Lunchpakete, in denen u.a. eine ominöse, nach Katzenfutter aussehende und riechende Paste zu finden war, und wurden danach endlich in die Freiheit entlassen. Gerade als wir von unserem Shoppingtrip zurück waren und zum Bus wollten, beschloss das Wetter uns ein bisschen nasszumachen.

24.09.2019: Der Mont Saint Michel – Ein Erlebnis der besonderen Art

Am nächsten Tag, den 24.09., ging es zum Mont Saint Michel: Direkt nach dem wir aus dem Bus ausgestiegen waren, wurden wir von der 3. Plage heimgesucht. Die Abbildungen des Teufels, oder wie ihr sie nennt, Mücken, setzten sich in Scharen auf unsere Kleidung und begannen unser Blut zu saugen.

Danach wurden wir durch die atemberaubenden Schauspielkünste unserer Mitschüler in den Bann des mittelalterlichen Klosters gezogen. Wir stellten eine naturgetreue, historisch einwandfreie Nachbildung des Mont Saint Michel nach. Unsere Klosterführerin, eine charmante ältere Dame, hauchte uns mit viel Hingabe das Interesse am alten Gemäuer ein, wobei man für sie entweder ein intellektuelles Wunderkind war, oder geistig so unter den Teppich gerutscht, dass keine Chance bestünde, jemals darunter hervorkommen zu können. Der zweite Teil des Tages bestand darin, dass wir mit 25 km/h beim Strandsegeln den Strand entlangbretterten, wobei wir alle viel Spaß hatten. Leider entschloss das Wetter sich erneut, uns eine Vollwäsche mit Glanzpolitur zu verpassen. Damit endeten zwei Tage voller mittelalterlichen Mauern und mehr oder minder guten Führungen.

25.09.2019: Unser letzter Schultag

Am Mittwoch, den 25. September trafen wir uns wie immer am Collège in Plouër, die Dinanesen verbrachten ihren Schultag in Dinan.

Mit dem Unterrichtsbeginn gingen wir in die Kantine des Collèges, um dort Crêpes zu machen. Dort waren zwei Crêpes - Maschinen aufgebaut und an jedem Gerät stand eine Küchenfrau, die uns zeigte, wie man Crêpes zubereitet. Zuerst sollten zwei Freiwillige helfen, Karamellsoße herzustellen. Deshalb gingen zwei Leute mit in die heiligen Küchenhallen und halfen beim Zubereiten der Soße. Vorher mussten die beiden fleißigen Helfer allerdings eine Uniform aus transparenten Küchenumhängen sowie ein schickes Haarnetz überziehen. In der Zeit haben uns die beiden Frauen gezeigt, wie man die Crêpes auf dem Crêpe- Eisen profimäßig herstellt, was, wie sich beim Selbstversuch herausstellte, gar nicht so einfach ist. Nach einigen missglückten Versuchen hatten die meisten von uns den Dreh heraus und jeder mindestens zwei Crêpes selbst fabriziert, die wir natürlich auch genussvoll verspeisen durften. Nach einer kurzen Pause, die wir uns nach der harten Arbeit redlich verdient hatten, spielten wir gemeinsam mit unseren Corres „Jeu de palets“ zu spielen. Dabei handelt es sich um ein bretonisches Spiel, was mit „Boule“ zu vergleichen ist, nur dass man statt Kugeln, Scheiben nimmt. Für das Spiel haben wir vierer Gruppen gebildet. Jeweils zwei Franzosen und die jeweiligen deutschen Corres spielten zusammen. Nach dem Spiel sind wir noch kurz in die Schule gegangen, um einen Fragebogen über die Bretagne auszufüllen. Als wir diese fertig verglichen hatten, ging es nach Hause zu unseren Gastfamilien, wo wir den Nachmittag verbrachten und mit den Reisevorbereitungen für die Rückfahrt am nächsten Tag begannen.

26.09.2019: Der Tag der Rückreise

Am Donnerstag trafen wir uns wieder an der Schule, nur dieses Mal mit unseren Koffern. Kurz nach acht kam der Bus in Plouër an. Als alle ihre Sachen verstaut hatten, fuhren wir los in Richtung Paris. Doch leider kamen wir nicht weit. Wir mussten den ersten Stopp einlegen, weil einer unserer lieben Mitschüler, dessen Name nicht genannt werden soll, seinen Ausweis bei seiner Gastfamilie vergessen hatte. Deshalb machte sich seine Gastmutter auf Verfolgungsjagd, um den Ausweis nachzubringen. Die erfolgreiche Übergabe fand am Straßenrand der Autobahn statt. Die restliche Fahrt verlief glücklicherweise ohne große Probleme.

Nach einigen Stunden kamen wir dann endlich in der Hauptstadt Paris an. Wir wurden sehr nah am Eiffelturm aus dem Bus herausgelassen und hatten ca. eineinhalb Stunden Freizeit. Einige von uns schafften es tatsächlich bis auf den Eiffelturm und konnten so die Aussicht über Paris genießen.

Danach fuhren wir mit der Métro zum Montmartre. Das Metrofahren in Paris stellte sich durchaus als abenteuerlich heraus, da gewaltige Menschenmassen dieses Transportmittel benutzen und dementsprechend das Ein – und Aussteigen geübt sein will, besonders wenn 36 Schüler vom Lande auf einmal einsteigen sollen. So schafften es prompt beim ersten Einstieg zwei Leute nicht mehr, in die Bahn zu kommen. Dank der ausführlichen Instruktionen unserer Lehrer, an welchen Stationen wir um – und aussteigen mussten, sowie dem glücklichen Umstand, dass in Paris die Metro im Minutentakt fährt, erwarteten wir die Verlorengegangen schon kurze Zeit später an der nächsten Umsteigestation. Am Ende kamen wir alle unbeschadet an der Basilika Sacré-Coeur an, wo wir wieder etwas Zeit zur freien Verfügung hatten. Anschließend ging es in der überfüllten Metro, inklusive Metrostau, ansonsten aber ohne Probleme denselben Weg zurück in Richtung Eiffelturm, wo uns Sabine unsere Busfahrerin erwartete, um uns nach Bremervörde zurückzufahren.

27.09.2019: Ankunft in Bremervörde

Die Fahrt verlief reibungslos und ohne nervige Staus und am Freitagmorgen waren spätestens in Zeven alle wach, da unser Lehrer eine Art „Abschlussrede“ hielt. Um ca. 7:30 Uhr kamen wir müde, aber glücklich und voller Eindrücke am Gymnasium Bremervörde an, wo wir von unseren Eltern und Freunden herzlich empfangen wurden.

AG-Termine

Windsurf-AG - nach Absprache
- nach Vereinbarung -
Mathematik Förder-AG
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
AG hundgestützte Pädagogik
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
Film-AG
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
Gitarren-AG
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
Jugendorchester
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
Chor
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
Darts-AG
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
English-Förder-AG
Mo 27.01.2020, 13:25 Uhr
Mathematik Förder-AG
Di 28.01.2020, 13:25 Uhr